Sonntag, 28. Februar 2016

Zwei Praktikantinnen stellen sich vor



Ihr Lieben,

heute ist ein Interview an der Reihe. Es wurde von meiner Kollegin und mir (BAJ-Praktikanten)  für die Schülerzeitung verfasst. Ich würde mich freuen, wenn ihr es lest.


Hallo M, stell dich bitte kurz vor.
Mein Name ist M, ich bin 37 Jahre alt und habe einen 6jährigen Sohn.
Zur Zeit absolviere ich mein Anerkennungsjahr an der Grundschule, und dieses Jahr ist der letzte Teil der Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin.



Was hast du bisher beruflich gemacht?
Zunächst habe ich meine Abitur gemacht und anschließend diverse Praktika.
Drei Monate war ich Auszubildende im Einzelhandel und in etlichen Nebenjobs tätig.
Ein Studium an der FH Dortmund, Fachrichtung Soziale Arbeit wurde nicht beendet, weil ich feststellen musste, dass diese intensive theoretische Arbeit für mich nicht richtig ist.
Die praxisorientierte Arbeit jetzt in der Ausbildung zur Erzieherin, die gefällt mir gut!



Welche Gründe haben dazu geführt, dass du dich für diesen Beruf entschieden hast?
Mein Sohn und ich hatten,als er zwei Jahre alt war, einen schweren fremd verschuldeten
Autounfall. Danach sind wir über ein Jahr lang von Krankenhaus zu Krankenhaus herumgereicht worden, so dass an eine direkt anschließende Wiederaufnahme des Studium oder
andere Ausbildung oder Arbeit nicht zu denken war.
In jedem der Krankenhäuser erlebte ich aber die tolle und wichtige Aufgabe, die Erzieherin-nen und Erzieher dort leisten. Mit vielen habe ich dazu Gespräche geführt, und  als dann zusätzlich von meiner Jobberaterin der Vorschlag kam, Erzieherin zu erlernen, ging alles ganz schnell.
Dadurch habe ich endlich meinen „Job für`s Leben“ gefunden! Die Arbeit mit den Kindern gefällt mir sehr gut und ich lerne jeden Tag dazu – besonders auch durch die Kinder.

Warum gerade Praktikum an dieser Schule?
Ich komme aus H und hatte bis zu meinem BAJ bisher, ehrlich gesagt, nichts über  diese Schule gehört. Der Hinweis kam von zwei Mitschülern, die im vergangenen Jahr ihr Praktikum an der Schule absolviert hatten und von dieser besonderen Schule schwärmten. Als ich bei meiner Suche nach einem Praktikumsplatz für das BAJ

Nur Absagen bekam, rieten sie mir, mich an der Schule zu bewerben.
Und,es hat geklappt! Ich bin wirklich sehr froh über diesen Glückstreffer!

Deine weiteren Pläne für die Zukunft?
Zunächst möchte ich meine Ausbildung erfolgreich abschließen. Danach würde ich gerne
weiterhin im schulischen Bereich, also  mit Schulkindern arbeiten. Ich hoffe sehr auf einen ähnlich tollen Job und auf neue, kreative Ideen!

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Hallo E, stell dich bitte kurz vor.
Ich bin E, 35 Jahre alt und absolviere seit August 2015 mein BAJ der Erzieherausbildung.

Was hast du bisher beruflich gemacht?
Nach einer Ausbildung zur Friseurin und einigen nicht zufriedenstellenden Tätigkeiten in dem Job habe ich gezielt nach einer beruflichen Alternative gesucht, und mit verschiedenen Fort- und Weiterbildungen begonnen im Bereich Theaterpädagogik und Inklusion/ Integration.

Warum gerade diese Grundschule?
2014 kam ich zufällig als Inklusionshelferin eines Schülers zur Grundschule.
Ein halbes Jahr später bin ich als freiwillige Praktikantin zweimal wöchentlich nachmittags in die OGS gegangen. Zum Schuljahr 2015/16 habe ich mich beworben und wurde erfreulicherweise genommen! Die Grund-, bzw. die Gesamtschule kannte ich bereits ein wenig. Der Sohn einer engen Freundin  meiner Mutter, ein Junge mit spastischen Beschwerden, war dort Schüler.

Welche Gründe haben dazu geführt, dass du dich für den Beruf entschieden hast?
Vermutlich vorgeprägt durch meine Eltern, die auch beide im sozialen/ pädagogischen Bereich tätig sind, hatte ich bereits sehr früh Interesse an dem Beruf. Nach meinem Schulabschluss begann ich mit der Ausbildung als Erzieherin am Rudolf Steiner Seminar Dortmund. Kurz nach Beginn des BAJ wurde bei mir eine chronische Erkrankung diagnostiziert, die anschließend zum Abbruch des Praktikums führte und sehr viel später zur Friseurausbildung. Aber, die Sehnsucht nach einer Arbeit mit Kindern blieb hartnäckig bestehen.
Privat bin ich deshalb mit Kindern viele Jahre in anderen Bereichen engagiert gewesen, theatermäßig und in einer Schmiedewerkstatt. Das hat meinen Wunsch, doch einmal wieder beruflich mit Kindern tätig sein zu können, zunehmend verstärkt. Durch die Arbeit als Inklusionshelferin, zuerst bei einem jungen Mann im Rollstuhl, dann bei dem Kind in der, hatte ich den Mut die Ausbildung zur Erzieherin wieder aufzunehmen.

Deine Pläne für die Zukunft?
Unbedingt meine Ausbildung erfolgreich abschließen!
Danach auf jeden Fall im inklusiven Bereich mit Kindern und/oder Jugendlichen tätig zu sein.
Mein wichtigstes Ziel für die weitere Zukunft ist dabei, mit einem Therapiehund/Begleithund innerhalb von Schule pädagogisch/therapeutisch arbeiten zu können. Ich kann mir auch gut vorstellen eine Weile in Skandinavien, ebenfalls im inklusiven Bereich, tätig zu sein.


Einen herzlichen Dank für die Interviews.


































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