Sonntag, 24. August 2014

Heimelig

Hallo zusammen :)


Habt ihr auch das Gefühl das es Herbst wird?? Zwar ist heute endlich mal wieder schönes Wetter mit viel Sonne, aber ich finde es ist nicht mehr dieses Sommerfeeling und das finde ich sehr schade. Aufgrund des schäbigen Wetters in den letzten 10 Tagen, hat mein Vater sich kurzerhand entschlossen frühzeitig Holz zu bestellen und gestern war es dann so weit . . .




Der Lieferant hat vier Raummeter Holz gebracht - was vergleichsweise noch wenig ist, denn wir haben auch schon sechs oder acht gepackt. Schnelle Personen wie wir brauchen für vier Raummeter ca. 3 Stunden zum Packen. Zu den Raummetern muss ich folgendes erklären: Der Raummeter ist ein Raummaß für Holz und ergibt sich aus Höhe, Breit und Tiefe und entspricht einem Würfel, also einem Rauminhalt von einem Kubikmeter = Höhe x Breite x Tiefe = ³.  

Beim Packen muss man darauf achten, dass man zwischendurch kleine "Türmchen" aufbaut, um die Schichtung zu stabilisieren. Diese werden geschichtet wie beim Spiel "Jenga", wobei man erst mal Holzstücke finden muss die die richtige Form und Größe dafür haben. Zusätzlich ist zu beachten das man die Türmchen verkantet. Grundsätzlich ist wesentlich das die Hölzer verkantet sind, weil sonst das Packen nichts bringt und man sie auch wild liegen lassen könnte. Dabei ist allerdings das Problem das das Holz dann nass wird und fault und keine ausreichende Belüftung erhält. Aus dem Grund schichtet man Feuerholz auf Paletten, denn dadurch ist eine Belüftung von allen Seiten möglich.

 


Der Ablauf ist so das mein Vater mit der Schubkarre das Holz zu uns (meiner Mutter und mir) fährt und wir dann zu zweit schichten. Alleine zu schichten ist nicht sinnvoll, da das Hinkarren des Holzes schneller geht als das Schichten. Seit meinem Hexenschuss kann ich eh nicht mehr schwer heben oder eine schwere Schubkarre schieben, so dass mir nur das Schichten bleibt.




"Nur" ist allerdings gut, denn man hebt ja das Holz aus der Karre und packt es immer höher, was bei schweren Stücken ganz schön anstrengend sein kann. Mit meinen 1,63cm bin ich ja auch nicht so groß, was zum Problem wird wenn man hoch packen muss. Tja, was tun?? Ich bin also auf den Holzstapel geklettert und habe direkt oben gepackt. Denn der Stapel muss hinten höher sein als vorne, da sonst das Regenwasser nicht abfließt. 




Zum Schutz vor Regen wird das Holz mit mehreren Planen abgedeckt, diese dann mit Steinen fixiert.

Info: Das Holz ist nicht für einen Kamin, sondern für einen Kachelofen. Wobei der Kachelofen ein "Grundofen" ist, da wir keine Kacheln angebracht haben. Der Kachelofen ist in den kalten Jahreszeiten die Hauptheizquelle im Haus und macht eine wohlige Atmosphäre und einen angenehmen Geruch. Da ich in meiner Wohnung eine Zentralheizung (Gas) habe, spüre ich einen wesentlichen Unterschied, da ich weiß wie es sich mit einer natürlichen Wärmequelle anfühlt und vermisse den Kachelofen auch.

Die Idee mit dem Einbau eines eigenen Kachelofens in unser Haus stammt von meiner Mutter. In meiner Kindheit hat sie mit mir einige Zeit im Schwarzwald verbracht und dort gehören Kachelöfen in vielen Häusern zur Grundausstattung. Bei diesen Öfen ist es oft der Fall das zwischen Decke und Ende des Ofens genügend Platz ist, um dort Dinge zu lagern oder sich auf den Ofen zu legen. Ich bin als Kind im Winter oft auf den Ofen geklettert und habe dort gespielt, ein Buch angeguckt oder mich darauf gekuschelt. Es ist sehr wohlig, kuschelig und warm auf so einem Ofen. Ich bin auch ab und zu eingeschlafen und dann gesucht worden. :)  
 

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